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Versorgungssicherheit

Versorgungssicherheit basiert auf heimischen, zuverlässigen, leistungsfähigen und effizienten Versorgungssystemen. Sie sollen möglichst wenige Risiken bergen, welche die Produktion gefährden könnten. Wasserkraft und Kernenergie tun dies seit rund 50 Jahren. Wasserkraft ist die effizienteste Stromtechnologie überhaupt. Die Kernenergie wiederum punktet dank der enormen Energiedichte von Uran, das die Technologie insgesamt effizient macht.

Grosse Uranvorkommen

Das Potenzial für einen bedeutenden Ausbau der Wasserkraft in der kleinräumigen Schweiz ist aber limitiert. Schon seit Jahrzehnten gibt es Konflikte mit dem Landschafts- und Naturschutz. Die Kernenergie hingegen stösst nicht so schnell an Grenzen. Dank kleinem Platzbedarf und grossen Uranvorkommen auf der ganzen Welt könnte sie noch weit ausgebaut werden. Uranvorkommen sind breiter verteilt als Erdöl und Erdgas. Insbesondere haben auch OECD-Staaten grosse Reserven von Uran. Die Versorgungssicherheit ist mit Kernenergie auch langfristig gegeben.

Hohe Verfügbarkeit

Die Schweizer Kernkraftwerke liefern im Jahresverlauf während rund 90 Prozent der Zeit Strom. Einzig im Sommer, wenn in der Regel ausreichend Strom aus Wasserkraft zur Verfügung steht, werden sie für Wartungsarbeiten und Brennstoffwechsel während weniger Wochen abgeschaltet.

Eine verlässliche Stromversorgung aus Anlagen mit hoher Verfügbarkeit ist für die Wirtschaft essentiell. Nur Anlagen, welche die Schweiz im Inland selber betreibt, wartet und kontrolliert, bieten eine so hohe Versorgungsqualität.

Langfristige Autonomie mit Uran

Uran kommt auf der ganzen Welt und in geopolitisch stabilen Regionen wie Australien oder Nordamerika vor. Das bietet Lieferantenfreiheit. Da Uran enorm energiedicht ist, sind für die Stromerzeugung nur geringe Importmengen nötig, was weitgehende Unabhängigkeit vom Ausland schafft. So würde beispielsweise der Stauraum eines Mittelklassekombis das angereicherte Uran für den Jahresbetrieb des grössten Schweizer Kernkraftwerks fassen. Dies erlaubt eine einfache Vorratshaltung für mehrere Jahre auf kleinstem Raum.

Die Kernenergie gewährleistet so einen hohen Grad an Autonomie und Versorgungssicherheit, welchen Erdöl oder Erdgas nie erreichen können. Die Erdölpflichtlager beispielsweise reichen maximal zwei bis drei Monate.

Versorgungssicherheit hat ihren Preis

Die Schweizer Stromverbundunternehmen befürchten, dass der Schweiz im Winter längerfristig Versorgungsengpässe drohen. Denn die Kernkraftwerke, die das Ende ihrer Betriebszeit erreichen, sollen gemäss der neuen Energiestrategie 2050 des Bundes nicht durch neue ersetzt werden. Wie unser Strommix bis 2050 aussehen und wie viel Stromimport zudem nötig sein wird, ist unklar.

Absehbar ist nur, dass das Kernkraftwerk Mühleberg Ende 2019 den Leistungsbetrieb einstellt und die Kernkraftwerke Beznau-1 und -2 um das Jahr 2030 herum stillgelegt sein werden. Da sie gemeinsam neun Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugen, wird rund ein Siebtel des Schweizer Strombedarfs wegfallen. Auch wird sich die Schweiz nicht mehr auf die heutigen Importverträge mit Frankreich abstützen können, da die Wettbewerbsregeln in der EU das Erneuern dieser Verträge verhindern. Die weiteren vier Milliarden kWh Strom, die somit wegfallen, könnten vermutlich über Importe ersetzt werden. Aber dies wird seinen Preis haben, namentlich im Winter, wenn ganz Europa viel Strom benötigt. Zuverlässige Bandenergie wird jedoch immer rarer, weil unser Nachbar Deutschland nach der Kernenergie nun auch aus der Kohleverstromung aussteigen will.

Gleichzeitig ist zu erwarten, dass der Stromverbrauch weiter zunehmen wird. Je nach Quelle liegen die Prognosen zu dieser Entwicklung weit auseinander. Der Bund geht davon aus, dass der Stromverbrauch zuerst weiter wachsen, sich jedoch ab 2020 dank verstärkten Effizienz- und Sparmassnahmen stabilisieren und dann wieder sinken wird, sodass er im Jahr 2035 in etwa wieder bei den heute rund 58’000 GWh sein könnte.

Versorgungssicherheit web

Fakten zur Versorgungssicherheit

Heute gehört die Schweiz zu den weltbesten Ländern bezüglich Versorgungssicherheit, umweltschonender Produktion und Bezahlbarkeit des Stroms. Mit dem Verzicht auf die Nutzung der Kernenergie verschlechtern sich jedoch die Versorgungssicherheit, die Wirtschaftlichkeit und die CO2-Bilanz unserer Stromversorgung. Mehr darüber im Faktenblatt des Nuklearforums Schweiz.

Economiesuisse

Hier finden Sie Informationen des grössten Schweizer Wirtschaftsverbandes zur Energiepolitik.

FB Wirtschaftlichkeit

Fakten zur Wirtschaftlichkeit von KKW

Die Kosten der Stromproduktion sind zwar wichtig, aber nur ein Teil einer viel umfassenderen Wirtschaftlichkeitsrechnung, die alle Kosten der Stromversorgung umfasst. Mehr dazu im Faktenblatt des Nuklearforums Schweiz zur Wirtschaftlichkeit der Kernenergie.