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Was bedeutet Fukushima für die Schweizer KKW?

Sicherheit

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Energiepolitik

Bereits lange vor Fukushima haben die Betreiber die KKW in der Schweiz kontinuierlich nachgerüstet. Deshalb haben die Überprüfungen des ENSI auf der Grundlage der Erfahrungen in Fukushima hinsichtlich extremer Naturereignisse und der Notstandssysteme gezeigt, dass die Schweizer KKW sicher sind. Die Sicherheitsmargen konnten aber weiter erhöht und kleinere Schwachpunkte nachgebessert werden. Zudem nahmen die Schweizer KKW am EU-Stresstest teil. Auch die europäische Kommission bescheinigte den Schweizer KKW hohe Sicherheitsmargen und ein im europäischen Vergleich gutes Abschneiden.
Nach Fukushima haben viele Länder ihre Kernanlagen und ihre Strompolitik überprüft. Sie kamen zum Schluss, dass es beim Einhalten der internationalen Standards aus technischer Sicht keinen Grund gibt, auf Kernenergie und ihre bedeutenden Vorteile zu verzichten. In der Schweiz jedoch war Fukushima der Auslöser für die neue Energiestrategie 2050, die ein Verbot neuer KKW im Gesetz festschreibt. Das erste Massnahmenpaket der neuen Energiestrategie ist in der Volksabstimmung vom 21. Mai 2017 mit rund 58 Prozent der Stimmen gutgeheissen worden. Dadurch ist der Neubau von KKW in der Schweiz verboten, ohne dass aber klar ist, durch was ihre Stromproduktion, insbesondere im Winterhalbjahr, ersetzt werden soll. Zuvor, am 27. November 2016, hatten 54% der Stimmberechtigten den beschleunigten Ausstieg bis 2029 abgelehnt.