Kernkraftwerk Beznau-1 und -2 (KKB)



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Beznau-1 und Beznau-2 gingen 1969 bzw. 1971 in Betrieb. Beznau-1 ist damit das erste Kernkraftwerk der Schweiz. Doch dies tut der Sicherheit keinen Abbruch: Permanente Investitionen in die Sicherheitstechnik und laufende Modernisierungen sorgen dafür, dass beide Anlagen auf dem neuesten Nachrüstungsstand sind.

Die Schweiz, um 1960: Die Schweizer Stromversorgungsunternehmen erkennen, dass sie allein mit Wasserkraft nicht mehr ausreichend Strom für die sichere Versorgung unseres Landes produzieren können. Bereits beginnt sich die Versorgungslücke abzuzeichnen. Zu diesem Zeitpunkt wollen die Stromproduzenten auf Ölkraftwerke setzen.

Doch es kommt anders. In seinem Geschäftsbericht von 1963 gibt der Gesamtbundesrat eine neue Richtung vor: «Der Augenblick ist in der Tat gekommen, da ernsthaft und unverzüglich zu prüfen ist, ob auf die kurzfristig gedachte Zwischenstufe von konventionellen thermischen Kraftwerken nicht verzichtet und unmittelbar auf den Bau und die Inbetriebnahme von Kernkraftwerken zugesteuert werden sollte.» Stärkster Befürworter für die friedliche Nutzung der Atomenergie in der Schweiz ist SP-Bundesrat Willy Spühler. Umweltschutz und Unabhängigkeit stehen im Zentrum der Überlegungen.

Die Schweiz setzt in der Folge tatsächlich auf Kernenergie.
Auf der kleinen Aareinsel Beznau im Kanton Aargau wird mit dem KKW Beznau-1 das erste kommerzielle Kernkraftwerk gebaut und 1969 in Betrieb genommen. Zwei Jahre später, 1971, nimmt auch Beznau-2 den Betrieb auf. Heute erweist sich der Entscheid als visionär: Der Strommix der Schweiz – Wasserkraft und Kernkraft – ist frei von Luftschadstoffen und CO2: etwas, worum uns viele Länder beneiden.

Das KKW Beznau-1 und -2: Kurzabriss

Das Kernkraftwerk Beznau (KKB) befindet sich im unteren Aaretal, unweit der Einmündung der Aare in den Rhein und in der Nähe grosser Verbraucherzentren im Mittelland. Beide Kraftwerksblöcke liegen auf einer Insel, gebildet durch den Aarelauf und den Kanal für das Wasserkraftwerk Beznau. Die Anlagen sind Grundlast-Kraftwerke: Sie erzeugen Strom bei gleichbleibender Leistung rund um die Uhr. Dies mit Ausnahme von jeweils zwei bis vier Wochen im Sommer, in denen die Anlagen für die Jahresrevision und den Brennelementwechsel abgestellt sind.

In thermischen Kraftwerken wird die Dampfturbine gekühlt: Damit wird der Wirkungsgrad verbessert und die Stromproduktion erhöht. Beim KKW Beznau erfolgt die Kühlung mit Wasser aus der Aare, so dass auf einen Kühlturm verzichtet werden kann. Die Anlage liefert rund 6 Milliarden Kilowattstunden Strom im Jahr. Zusätzlich versorgt sie ein Gebiet mit rund 18'000 Menschen mit Fernwärme. Grosse Mengen an fossilen Brennstoffen wie Heizöl und Erdgas können so eingespart werden: ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz!

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Zahlen und Fakten

Beznau-1

In Betrieb seit: 1969
Reaktortyp: Druckwasserreaktor
Leistung: 380 MW brutto, 365 MW netto
Totale Nettoerzeugung seit Inbetriebnahme: 115'882'283 MWh (Stand Ende Dezember 2013)

Beznau-2

In Betrieb seit: 1971
Reaktortyp: Druckwasserreaktor
Leistung: 380 MW brutto, 365 MW netto
Totale Nettoerzeugung seit Inbetriebnahme: 114'803'108 MWh (Stand Ende Dezember 2013)

Beide Reaktorblöcke haben eine unbefristete Betriebsbewilligung.

Die Besitzer und Betreiber des KKW Beznau

Besitzer: Axpo Power AG, welche zur Axpo Holding AG gehört.
Diese wiederum ist zu 100 Prozent in öffentlicher Hand.
Betreiber: Axpo Power AG.

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Ein Besuch im KKW Beznau

Ein Besuch im Kernkraftwerk Beznau lohnt sich: Besonders spannend ist ein kombinierter Besuch von Beznau, dem Axporama beim Schloss Böttstein und dem Zentralen Zwischenlager in Würenlingen.

Anmeldung unter:
056 250 00 31 oder axporama@axpo.com.

» Für mehr Informationen rund um das KKW Beznau, klicken sie hier.