Stilllegungs- und Entsorgungsfonds

Das Kernkraftwerk Mühleberg liegt in einem kleinen Tal an der Aare im Kanton Bern.

Der Stilllegungs- und der Entsorgungsfonds stehen unter Bundesaufsicht. Eine Verwaltungskommission trifft alle wichtigen Entscheide und bestimmt z. B. die Höhe der Beiträge, die die Kernkraftwerkbetreiber jährlich einbezahlen müssen.

Finanzierung von Stilllegung und Rückbau der KKW und des Zwilag

Die Schweizer Kernkraftwerke und das Zentrale Zwischenlager werden nach ihrer Ausserbetriebnahme stillgelegt und vollständig zurückgebaut. Bis auf die grüne Wiese. Entsprechende Rückbauten gibt es bereits in anderen Ländern. Der Rückbau aller fünf Schweizer Kernkraftwerke und des Zwilags wird gegen 3 Milliarden Franken kosten.
 
Als eine der wenigen Industrien hat die Nuklearbranche auch die Kosten für Stilllegung und Rückbau ihrer Anlagen vollständig in den Produktpreis internalisiert. Die Gestehungskosten für eine Kilowattstunde Atomstrom belaufen sich auf rund fünf Rappen. Die Stilllegungs- und Rückbaukosten betragen 0,2 Rappen und sind in den Gestehungskosten enthalten.
 
Die Mittel für die Stilllegung und den Rückbau der Anlagen werden von den Anlagen seit 1984 in den Stilllegungsfonds einbezahlt. Der Stilllegungsfonds wird vom Bund verwaltet. Dieser bestimmt auch die Höhe der Beiträge.

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Finanzierung der Entsorgung nach Ausserbetriebnahme der KKW

Radioaktive Abfälle sicher entsorgen – dies ist ein Prozess, der über mehrere Etappen läuft und nicht gleichbedeutend mit «Endlager». Das geologische Tiefenlager, wie das Endlager von den Fachleuten genannt wird, ist vielmehr der letzte Schritt im Entsorgungsprozess. Die «Entsorgungskosten» umfassen demzufolge nicht nur den Bau und den Betrieb des Endlagers, sondern sie enthalten die Kosten für sämtliche Entsorgungsschritte: Inventarisierung der Abfälle, ihre Verarbeitung in eine endlagergerechte Form, der Bau und Betrieb des Zwilags, die Finanzierung der Arbeiten der Nagra und selbstverständlich auch der Bau und der Betrieb der geologischen Tiefenlager.
 
Die gesamten Entsorgungskosten für alle fünf KKW der Schweiz belaufen sich auf rund 16 Milliarden Franken. Als eine der wenigen Industrien rechnet die Nuklearbranche ihre Entsorgungskosten von Anfang an vollumfänglich in die Produktionskosten ein. Die Gestehungskosten für eine Kilowattstunde Atomstrom betragen 5 Rappen. Darin bereits enthalten sind die Entsorgungskosten von 0.8 Rappen pro Kilowattstunde Atomstrom.
 
Sämtliche heute anfallenden Kosten – also der Betrieb des Zwilags, die Finanzierung der Nagra, der Kauf von Endlagerbehältern etc. – werden von den Kernkraftwerken aus der laufenden Rechnung bezahlt.

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Die Verwaltungskommission des Stilllegungs- und des Entsorgungsfonds

Der Stilllegungs- und der Entsorgungsfonds stehen unter Bundesaufsicht. Eine Verwaltungskommission trifft alle wichtigen Entscheide und bestimmt z. B. die Höhe der Beiträge.

Die Geschäftsstelle des Stilllegungs- und des Entsorgungsfonds befindet sich in Bern.
 
Für den Äufnungsstand der Stilllegungs- und des Entsorgungsfonds klicken Sie bitte hier.
 
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