Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle NAGRA

Endlager sind in der Schweiz technisch möglich: Die Nagra konnte bereits 1988 wissenschaftlich belegen, dass in der Schweiz ein geologisches Tiefenlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle in Gesteinsschichten technisch machbar ist. Diesen Nachweis konnte sie im Anschluss auch für ein Endlager für hochaktive Abfälle erbringen: Im Juni 2006 genehmigte der Bundesrat den Entsorgungsnachweis für hochradioaktive Abfälle.

Die Nagra (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) ist eine technisch-wissenschaftliche Organisation. Sie kümmert sich um die Entsorgung und Endlagerung von radioaktiven Abfällen in der Schweiz. Die Nagra ist 1972 gemeinsam von den Betreibern der Schweizer Atomkraftwerke und dem Bund gegründet worden und hat ihren Sitz in Wettingen.
 
Die Nagra führt und verwaltet im Auftrag der Kernkraftwerke das Inventar der radioaktiven Abfälle. Sie betreibt im Grimselmassiv ein eigenes Felslabor. Weitere Forschungsarbeiten an der Gesteinsart «Opalinuston» werden im Felslabor Mont Terri durchgeführt.
 
In der Schweiz müssen die Endlager für radioaktive Abfälle als geologische Tiefenlager (= Lager in mehreren hundert Meter tief gelegenen stabilen Gesteinsschichten) konzipiert werden: So schreibt es das Kernenergie-Gesetz der Schweiz vor. In mehr als dreissig Jahren akribischer Feld- und Forschungsarbeit hat die Nagra zeigen können, dass mit den heute zur Verfügung stehenden technischen Mitteln sichere Endlager für sämtliche Arten von radioaktiven Abfällen möglich sind: Mehrere mögliche Gesteinsarten, darunter auch der Opalinuston, sind in der Schweiz vorhanden. 
 
Nach dem Nachweis der technischen Machbarkeit eines Endlagers für hochaktive Abfälle muss jetzt ein Standort für dieses Lager gefunden werden. Dabei geht es um raumplanerische, gesellschaftliche und politische Aspekte. Geologische Sicherheitsanforderungen bleiben aber entscheidend. Die Nagra begleitet das als Sachplanverfahren bezeichnete Auswahlverfahren des Bundesamtes für Energie. Zwischen 2040 und 2050 soll das Endlager seinen Betrieb aufnehmen – so lange dauert es, bis die abgebrannten Brennelemente aus den Kernkraftwerken und die verglasten hochaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung von Brennelementen im Zwilag genügend abgekühlt sind.
 
 
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