Felslabor Mont Terri

In der Nebenröhre des Autobahn-Tunnels durch den Mont Terri sind internationale Forscherteams am Werk. Die dort vorkommende Gesteinsart «Opalinuston» besitzt im Hinblick auf ein Endlager hervorragende Eigenschaften. Bild: Nagra.

Endlager für radioaktive Abfälle müssen in extrem tief gelegenen Gesteinsschichten gebaut werden – so will es das Kernenergie-Gesetz der Schweiz. Aus diesem Grund wird in einem Stollen des Mont Terri seit 1996 ein Felslabor betrieben. Dort wird das Verhalten einer Gesteinsart mit dem Namen «Opalinuston» von internationalen Forscherteams akribisch untersucht.

Im Felslabor Mont Terri im Kanton Jura wird unter der Leitung des Bundesamtes für Landestopografie (Swisstopo) ein internationales Forschungsprojekt durchgeführt. Seit Beginn des Projektes im Jahr 1996 ist auch die Nagra daran beteiligt. An den Untersuchungen beteiligen sich zudem Firmen sowie Universitäten und Forschungsinstitute aus der ganzen Welt.
 
Im Felslabor werden Experimente durchgeführt: Ziel ist es, die Eigenschaften und das Verhalten der Gesteinsart «Opalinuston» bis ins kleinste Detail zu verstehen. Stark radioaktive Abfälle können in dieser Gesteinsart sicher gelagert werden. Zu diesem wissenschaftlichen Schluss ist die Nagra im Jahr 2002 gelangt. Der Gesamtbundesrat hat dies nach eingehenden Prüfungen durch nationale und internationale Fachexperten im Juni 2005 bestätigt. Damit ist erwiesen, dass ein Endlager für stark radioaktive Abfälle in der Schweiz technisch machbar ist.
 
Das Felslabor Mont Terri steht Besuchern offen. Für einen Besuch des Felslabors wenden Sie sich bitte an Heinz Hauser unter Tel. +41 32 461 39 88
 
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